Kategorie: Aus der Gesellschaft

Oberon-Textbuch erschienen

Soeben ist im Münchner Allitera-Verlag das Textbuch zu Carl Maria von Webers letzter Oper Oberon in der Edition von Solveig Schreiter erschienen. Sie stellt die englische Originalfassung von James Robinson Planché und die deutsche Adaption von Karl Gottfried Theodor Winkler (alias Theodor Hell) einander gegenüber.

Näheres zur Edition finden Sie hier.

Der Band ist direkt beim Verlag zu beziehen. Hier geht es zum Bestellformular.

Mitglieder-Treffen 2018 in Eutin

Unser nächstes Mitglieder-Treffen wird vom 07. bis 09. September 2018 in Eutin stattfinden. In Zusammenarbeit mit Herrn Martin Karl-Wagner sowie den in Bezug auf Weber in Eutin wichtigen Institutionen und Orten ist es uns gelungen, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen, durch das hoffentlich viele von Ihnen angeregt werden, sich auf den Weg in die wunderschöne holsteinische Schweiz zu machen.
Wir bieten Ihnen folgendes Programm (Mitglieder erhalten das ausführliche Programm mit Hinweisen zur Anmeldung, Übernachtungsmöglichkeiten u.a.m. mit der Einladung per Post):

Freitag, 7. September 2018
individuelle Anreise
17:00 Uhr: Auf Webers Spuren – Stadtrundgang mit Martin Karl-Wagner, Treffpunkt: Innenhof des Eutiner Schlosses (alternatives Angebot bei Regen ist geplant)
ab 18:30 Uhr: gemeinsames oder individuelles Abendessen

Samstag, 8. September 2018
Landesbibliothek
10:00 Uhr: musikalischer Auftakt durch die Kreismusikschule Ostholstein
10:30 Uhr: Vortrag Frank Ziegler „Familie Weber in Lübeck“
11:30 Uhr: Kurzführung vom Leiter der Landesbibliothek Herrn Dr. Frank Baudach durch die Bibliothek

im Anschluss individuelles Mittagessen und/oder Rückzugsmöglichkeit

14:00 Uhr: Mitgliederversammlung in der Landesbibliothek
ab 17:00 Uhr: Einlass ins Ostholstein-Museum mit der Möglichkeit zur individuellen Besichtigung der Weber- (Voss-, Tischbein-) Exponate
18:00 Uhr: Konzert der Eutiner Weber-Tage 2018: Der Freischütz oder die Moritat vom glücklosen Jagdgesellen Max und seiner treuen Braut Agathe
20:00 Uhr: gemeinsames Abendessen und geselliges Beisammensein im Weber-Café Eutin

Sonntag, 9. September 2018
Wahlmöglichkeit

Programm Eutin:
10:30 Uhr: Auf Webers Spuren – Stadtrundgang mit Martin Karl-Wagner, Treffpunkt: Innenhof des Eutiner Schlosses anschließend individuelle Abreise

Programm Lübeck:
10:30 Uhr: gemeinsame Fahrt nach Lübeck
11:00 Uhr: Stadtrundgang und Kurzbesuch der Lübecker Musikhochschule mit Ortrud Guntermann, Abschluss: Fahrt auf den Turm der Petrikirche mit Rundblick
gegen 13:00: Ende an der Petrikirche, gemeinsames oder individuelles Mittagessen anschließend individuelle Abreise aus Lübeck

Ein fester Händedruck war sein Markenzeichen

Wir trauern um Werner Krahl (28.6.1933–1.11.2017).

Am 1. Januar 2018 wäre Werner Krahl 20 Jahre Mitglied unserer Gesellschaft gewesen, 1998 hielt er Ausschau nach einem neuen ehrenamtlichen Betätigungsfeld, das seinen Interessen entgegenkam, ihn forderte und bereicherte. Sein Wohnort Neugersdorf, die Nähe zu Dresden, zum Weber-Museum Hosterwitz und zum „Carl Maria von Weber“-Freundeskreis Dresden-Hosterwitz e. V. (Vorsitz Prof. Günter Schwarze), dem er ebenfalls aktiv angehörte, mögen mit den Ausschlag gegeben haben, sich auch der später gegründeten Internationalen Weber-Gesellschaft, von der er sich ein breiteres Spektrum erhoffte, anzuschließen. Das genügte ihm jedoch nicht, „nebenbei“ half er, der von Beruf Deutschlehrer für Ausländer war, deutsch-russischen Rückkehrern, deren Sprachkenntnisse wieder zu aktivieren und aufzubessern.

Wenn von Werner Krahl die Rede war, dann fielen einem sogleich Heinrich (1784–1847) und Carl Baermann (1811–1885), die berühmten Klarinettisten des 19. Jahrhunderts, und die Sängerin Helena Harlas (für acht Jahre die Lebensgefährtin des Älteren) ein, denn ihnen hatte sich Krahl in seinem Ruhestand vordringlich verschrieben. Mit finanziellen Opfern, die er niemals beklagte und großer Begeisterung hatte er mehrmals Reisen nach München unternommen und dort zeitaufwändige Recherchen in Archiven zum Leben der genannten Künstler durchgeführt. Sie waren so weit fortgeschritten, dass sie die Basis bildeten für einen biographischen Abriss von Leben und Wirken von Helena Harlas im Band 8 der Weber-Studien (Mainz 2007, S. 343–379) unter seiner Mitautorschaft. Er ruhte nicht, bis er in der Schweiz bei Nachfahren der Baermann-Familie das dort vermutete Ölgemälde Carl Baermanns von Karl Adolf Gugel (1820–1885) gefunden und uns ein Foto davon mitbringen konnte, das Gemälde, das den Künstler in mittleren Jahren darstellt, (das beweist u. a. sein Ehering, verheiratet seit 1834), befindet sich z. Zt. in Privatbesitz von Peter Baermann in Lausanne. Seine Beharrlichkeit in Sachen Baermann eröffnete ihm auch die Möglichkeit, Einsicht in den Mikrofilm des Reise-Tagebuchs 1843 von Carl Baermann (Musikwiss. Institut der Universität Marburg), das u. a. eine Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy schildert, zu nehmen und eine Roh-Übertragung davon anzufertigen, die der wissenschaftlichen Auswertung harrt.

Was Krahl anfing, das führte er mit Akribie und Zuverlässigkeit zu Ende, immer die Sache und den Nutzen für die Forschung im Blick behaltend. So hatte er sich auch mit Leben und Wirken von Christian Gottlieb Müller (1800–1863) beschäftigt und gab zu dessen 210. Geburtstag am 6. Februar 2010 im Eigenverlag ein mit Kommentaren, Abbildungen und Auswahl-Werkverzeichnis versehenes Buch (Neugersdorf 2009) heraus.

Er war ein sehr angenehmer Gesprächspartner, bescheiden, stets an allem interessiert, sehr hilfsbereit und großzügig. Bei seinen gelegentlichen Berlin-Besuchen versäumte er es nie, der Geschäftsstelle einen Besuch abzustatten. Die Gemeinschaft innerhalb der Gesellschaft war für ihn auch ein Stück Lebenselixier, das für ihn gleichwertig war mit seiner Natur- und Wanderliebe, die ihn oft in die seinem Wohnort nahen Lausitzer Berge führte. Gern zeigte er auch Mitgliedern der Weber-Gesellschaft sehr kundig bei Ausflügen seine schöne Heimat (u. a. Maxen, Zittau, Pulsnitz und Bautzen) und Gegenden im grenznahen Tschechien, die Weber-Bezug haben (z. B. Bad Liebwerda = Lázne Libverda und Schloss Friedland = Frýdlant)

Ein letztes Mal war ihm ein Aufenthalt an seiner geliebten Ostsee in Ahrenshoop, das er jedes Jahr besuchte, im August 2017 vergönnt, ehe ihn die tödliche Krankheit überfiel. Sein Gruß von dort sagt viel darüber aus, was ihm die Weber-Gesellschaft bedeutete, er erhoffte sich Gutes für seine Gesundheit durch täglichen Strandspaziergang und Schwimmen: „denn ich will ja zum nächsten Weber-Treffen kommen“.

Danke Werner Krahl für Ihre Treue und Ihr Engagement in Sachen Weber.

Eveline Bartlitz

 

Hans Schneider (1921-2017)

Am Palmsonntag, dem 9. April 2017, verstarb in Tutzing unser Ehrenmitglied, der Musikantiquar und Verleger Prof. Dr. Hans Schneider, 96-jährig. Als er im September 1991 Mitglied der Weber-Gesellschaft wurde, hatte er auf seiner Beitrittserklärung das Feld „Beruf“ ausgefüllt mit: „Altpapierhändler“ – ein typisches Beispiel für seinen speziellen, liebenswerten Humor. Denn bei diesem „Altpapier“ handelte es sich um wertvolle handschriftliche und gedruckte Musikalien, die im 1949 gegründeten Schneider’schen Musikantiquariat in Tutzing angeboten wurden: Knapp 500 Kataloge, die durch ihre inhaltliche Seriosität ebenso bestechen wie durch die liebevolle Präsentation, dokumentieren, mit wieviel Kenntnis, Geschick und auch Geschäftssinn Hans Schneider dieses Unternehmen aufbaute und zu einem der führenden, marktbestimmenden Häuser auf diesem Gebiet formte. Weiterlesen

Mitglieder-Treffen 2017 in London

Unser nächstes Mitglieder-Treffen 2017 wird, wie bereits angekündigt, vom 10. bis 12. Februar 2017 in London stattfinden. In Zusammenarbeit mit Frau Dr. Wiebke Thormählen vom Royal College of Music (RCM) ist es uns gelungen, ein sehr interessantes Programm zusammenzustellen, durch das hoffentlich viele von Ihnen angeregt werden nach London zu kommen.

Folgendes Programm ist vorgesehen:

Freitag, 10. Februar 2017

individuelle Anreise

15 Uhr: Eröffnung des Treffens im RCM, Inner and East Parry Rooms
15.30 Uhr: Begrüßung
15.45 Uhr: Vortrag Joachim Veit
17 Uhr: Aufführung von Webers Klarinettenquintett
17.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung der Weber-Bestände des RCM
18 Uhr: Weinverköstigung inkl. Canapés und weitere Besichtigung der Ausstellung
19 Uhr: Kammermusik-Konzert (ausschließlich mit Werken Webers) in der Konzerthalle

Sonnabend, 11. Februar 2017

RCM, Inner and East Parry Rooms
Symposion zu: Opera and Cosmopolitanism (Konferenzsprachen: englisch und deutsch)

9-12.30 Uhr 1. Teil des Symposions mit einer Kaffeepause
13-14 Uhr: Lunch
14-15-30 Uhr: 2. Teil des Symposions
15.30-16 Uhr: Kaffeepause
16-17 Uhr: Podiumsdiskussion: Weber aufführen im Jahre 2017
17.15 Uhr: Abschlussvortrag
18.30 Uhr: Geselliges Beisammensein

Sonntag, 12. Februar 2017

RCM, Inner and East Parry Rooms
11-13 Uhr: Mitgliederversammlung (mit Vorstandswahl)
14.30 Uhr: Lunch-Konzert: Orchesterkonzert ausschließlich mit Werken von Carl Maria von Weber, darunter die Arien „La dolce speranza“ und „Misera me“ sowie das 1. Klavierkonzert

anschließend individuelle Abreise.

Zusätzlich finden Sie das vollständige Vortragsprogramm auf der Website des RCM.

Manfred Rossa (1939-2016)

Am 11. Juli 2016 verstarb unser Mitglied Manfred Rossa. Am 13. März 1939 in der oberschlesischen Gemeinde Dammratsch (Stodólka) geboren, hatte er – noch nicht sechs Jahre alt – seine Heimat verloren; sein Lebensweg führte ihn nach der Flucht Anfang 1945 ins niederbayerische Sallach über Straubing und Frankfurt/Main (Abitur 1958, Studium der Wirtschaftswissenschaft mit Abschluss als Diplomkaufmann 1964) nach Eschborn, wo er bis 1989 bei der Deutschen Shell Chemie arbeitete, zuletzt als Leiter der Marktforschung. Weiterlesen

Christoph Schwandt (1956-2015)

Am 24. Dezember 2015 verstarb in Würzburg nach kurzer, schwerer Krankheit Christoph Schwandt im Alter von 59 Jahren. Der langjährige Dramaturg (Oldenburger Staatstheater, Bühnen der Stadt Bonn, Theater & Philharmonie Essen, Salzburger Festspiele, zuletzt 2002 bis 2009 Chefdramaturg der Oper Köln) und erstaunlich vielseitige Buch- und Rundfunkautor war 2010 mit der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft in Kontakt getreten und im Jahr darauf ihr Mitglied geworden. Weiterlesen