Webers Messen in der Wiener Augustinerkirche

Ostersonntag, 1.04.2018, 11.00 Uhr
OSTERHOCHAMT mit Pfarrer P. Mag. Matthias Schlögl OSA

Musikalische Gestaltung:
Carl Maria von Weber (1786-1826): „Jubelmesse“, Missa sancta Nr. 2 G-Dur, WeV A.5
„Der Heiland ist erstanden“, arr. Robert Kovacs
Carl Maria von Weber: „In die solemnitatis“, WeV A. 4
Gioachino Rossini (1792-1868): „Domine Deus“, aus: „Petite Messe solennelle“
„Großer Gott, wir loben dich“, arr. Robert Kovács
Charles-Marie Widor (1844-1937): Toccata, aus: 5. Symphonie, op. 42/1

Ausführende:
Chor & Orchester von St. Augustin
Katrin Targo, Sopran | Martina Mikelic, Alt
Gustavo Quaresma Ramos, Tenor | Georg Lehner, Bass
Robert Kovács, Orgel
Gottfried Fragner, Dirigent

Sonntag, 6.05.208, 11.00 Uhr
HOCHAMT mit Pfarrer P. Mag. Matthias Schlögl OSA

Musikalische Gestaltung:
Carl Maria von Weber (1786-1826): „Freischützmesse“, Missa sancta Nr. 1 Es-Dur, WeV A.2
Carl Maria von Weber: „Gloria et honore“, WeV A. 3
Joseph Preindl (1756-1823): „In tuo nomine“, AWa 706
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Allegro maestoso, aus: Sonata B-Dur, op. 65/4

Ausführende:
Chor & Orchester von St. Augustin
Regine Hangler, Sopran | Taisiya Labetskaya, Alt
Stephen Chaundy, Tenor | Michael Mrosek, Bass
Peter Tiefengraber, Orgel
Michael Schneider, Dirigent

Ein fester Händedruck war sein Markenzeichen

Wir trauern um Werner Krahl (28.6.1933–1.11.2017).

Am 1. Januar 2018 wäre Werner Krahl 20 Jahre Mitglied unserer Gesellschaft gewesen, 1998 hielt er Ausschau nach einem neuen ehrenamtlichen Betätigungsfeld, das seinen Interessen entgegenkam, ihn forderte und bereicherte. Sein Wohnort Neugersdorf, die Nähe zu Dresden, zum Weber-Museum Hosterwitz und zum „Carl Maria von Weber“-Freundeskreis Dresden-Hosterwitz e. V. (Vorsitz Prof. Günter Schwarze), dem er ebenfalls aktiv angehörte, mögen mit den Ausschlag gegeben haben, sich auch der später gegründeten Internationalen Weber-Gesellschaft, von der er sich ein breiteres Spektrum erhoffte, anzuschließen. Das genügte ihm jedoch nicht, „nebenbei“ half er, der von Beruf Deutschlehrer für Ausländer war, deutsch-russischen Rückkehrern, deren Sprachkenntnisse wieder zu aktivieren und aufzubessern.

Wenn von Werner Krahl die Rede war, dann fielen einem sogleich Heinrich (1784–1847) und Carl Baermann (1811–1885), die berühmten Klarinettisten des 19. Jahrhunderts, und die Sängerin Helena Harlas (für acht Jahre die Lebensgefährtin des Älteren) ein, denn ihnen hatte sich Krahl in seinem Ruhestand vordringlich verschrieben. Mit finanziellen Opfern, die er niemals beklagte und großer Begeisterung hatte er mehrmals Reisen nach München unternommen und dort zeitaufwändige Recherchen in Archiven zum Leben der genannten Künstler durchgeführt. Sie waren so weit fortgeschritten, dass sie die Basis bildeten für einen biographischen Abriss von Leben und Wirken von Helena Harlas im Band 8 der Weber-Studien (Mainz 2007, S. 343–379) unter seiner Mitautorschaft. Er ruhte nicht, bis er in der Schweiz bei Nachfahren der Baermann-Familie das dort vermutete Ölgemälde Carl Baermanns von Karl Adolf Gugel (1820–1885) gefunden und uns ein Foto davon mitbringen konnte, das Gemälde, das den Künstler in mittleren Jahren darstellt, (das beweist u. a. sein Ehering, verheiratet seit 1834), befindet sich z. Zt. in Privatbesitz von Peter Baermann in Lausanne. Seine Beharrlichkeit in Sachen Baermann eröffnete ihm auch die Möglichkeit, Einsicht in den Mikrofilm des Reise-Tagebuchs 1843 von Carl Baermann (Musikwiss. Institut der Universität Marburg), das u. a. eine Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy schildert, zu nehmen und eine Roh-Übertragung davon anzufertigen, die der wissenschaftlichen Auswertung harrt.

Was Krahl anfing, das führte er mit Akribie und Zuverlässigkeit zu Ende, immer die Sache und den Nutzen für die Forschung im Blick behaltend. So hatte er sich auch mit Leben und Wirken von Christian Gottlieb Müller (1800–1863) beschäftigt und gab zu dessen 210. Geburtstag am 6. Februar 2010 im Eigenverlag ein mit Kommentaren, Abbildungen und Auswahl-Werkverzeichnis versehenes Buch (Neugersdorf 2009) heraus.

Er war ein sehr angenehmer Gesprächspartner, bescheiden, stets an allem interessiert, sehr hilfsbereit und großzügig. Bei seinen gelegentlichen Berlin-Besuchen versäumte er es nie, der Geschäftsstelle einen Besuch abzustatten. Die Gemeinschaft innerhalb der Gesellschaft war für ihn auch ein Stück Lebenselixier, das für ihn gleichwertig war mit seiner Natur- und Wanderliebe, die ihn oft in die seinem Wohnort nahen Lausitzer Berge führte. Gern zeigte er auch Mitgliedern der Weber-Gesellschaft sehr kundig bei Ausflügen seine schöne Heimat (u. a. Maxen, Zittau, Pulsnitz und Bautzen) und Gegenden im grenznahen Tschechien, die Weber-Bezug haben (z. B. Bad Liebwerda = Lázne Libverda und Schloss Friedland = Frýdlant)

Ein letztes Mal war ihm ein Aufenthalt an seiner geliebten Ostsee in Ahrenshoop, das er jedes Jahr besuchte, im August 2017 vergönnt, ehe ihn die tödliche Krankheit überfiel. Sein Gruß von dort sagt viel darüber aus, was ihm die Weber-Gesellschaft bedeutete, er erhoffte sich Gutes für seine Gesundheit durch täglichen Strandspaziergang und Schwimmen: „denn ich will ja zum nächsten Weber-Treffen kommen“.

Danke Werner Krahl für Ihre Treue und Ihr Engagement in Sachen Weber.

Eveline Bartlitz

 

Euryanthe konzertant

Im Dresdner Kulturpalast wird am 19. und 22. Januar 2018 Carl Maria von Webers große romantische Oper in drei Aufzügen Euryanthe konzertant aufgeführt.

Weitere Angaben und die Möglichkeit zur Online-Reservierung finden Sie über diesen Link.

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Euryanthe op. 81 (1823)
Große romantische Oper in drei Aufzügen
Dichtung von Helmina von Chézy

Emily Magee | Sopran (Euryanthe von Savoyen)
Catherine Foster | Sopran (Eglantine von Puiset)
Christian Elsner | Tenor (Adlor, der Graf zu Nevers)
Steven Humes | Bass (König Ludwig)
Egils Silins | Bass (Lysiart, der Graf zu Forest)
MDR Rundfunkchor
Dresdner Philharmonie
Leitung: Marek Janowski

Die drei Pintos in Moskau

Es ist zwar nicht ganz in der Nähe, aber einen Hinweis allemal wert: Am 21. Juli 2017 wird an der Moskauer Kammeroper „Boris Pokrovsky“ Webers unvollendete, selten zu hörende Oper Die drei Pintos (in der vollständigen Fassung von Gustav Mahler) aufgeführt. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website des Theaters, die auch in englischer (Teil-) Übersetzung einsehbar ist.

 

Oberon bei den Münchner Opernfestspielen 2017

Die schlechte Nachricht zuerst: Leider sind alle Vorstellungen ausverkauft!

⇒ Aber hier finden Sie den Link zur Arte-Mediathek!

Die Bayerische Staatsoper hat in ihrer Mediathek einen Trailer eingestellt, die Premiere am 21. Juli 2017 wird live auf BR-Klassik übertragen, die letzte Vorstellung am 30. Juli kann im Internet über den hauseigenen Kanal Staatsoper.tv angesehen werden.

Musikalische Leitung: Ivor Bolton
Inszenierung: Nikolaus Habjan
Bühne: Jakob Brossmann
Kostüme: Denise Heschl
Chor: Sören Eckhoff
Dramaturgie: Rainer Karlitschek
Licht: Michael Bauer

Oberon: Julian Prégardien
Puck: Alyona Abramowa
Meermädchen: Anna El-Khashem
Rezia: Annette Dasch
Fatime: Rachael Wilson
Hüon von Bordeaux: Brenden Gunnell
Scherasmin: Johannes Kammler
Puppenspieler und Sprecher: Manuela Linshalm, Daniel Frantisek Kamen, Sebastian Mock

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper